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| Der „Weg des Tees“ |
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| Chado, der "Weg des Tees", basiert
auf der Lehre des Zen-Buddhismus: Kontemplation und Selbstversenkung,
um innere Ruhe in Harmonie mit dem Universum zu erlangen. Die
Sitte des Teetrinkens, von China übernommen, wurde im 16.Jh.
vor allem unter dem Teemeister Senno Rikyu (1521-1591) ritualisiert.
Das Teehaus (sukiya), eingebettet in einen Landschaftsgarten,
erreicht man über einen schmalen, gewundenen Pfad; der Eingang
ist bewußt niedrig gehalten, so daß man nur in gebückter
Haltung eintreten kann. Schwertträger mußten einst
ihre Waffe ablegen, denn in einem Teehaus gibt es keine Rangunterschiede
- weltliche Regeln wie auch Alltagssorgen bleiben vor der Tür.
Das Teezimmer selbst mißt in der Regel nicht mehr als viereinhalb
Tatami-Matten (ca.7m2). Einziger Schmuck sind ein der Jahreszeit
entsprechendes Rollbild, ein Blumengesteck und kostbares, oft
sehr altes Teegerät. Der Ablauf der Zeremonie folgt festgeschriebenen
Regeln. Der grüne Pulvertee wird vom Gastgeber mit etwas
heißem Wasser vemischt und mit einem Teebesen aus Bambus
geschlagen. Währenddessen werden winzige, bunte Süßigkeiten
gereicht. Die erste Schale Tee erhält der Ehrengast, der
sie in drei Schlucken leert oder an den Nachbarn weiterreicht.
Es folgt ein Gedankenaustausch über die Schönheit des
Blumengestecks und vor allem der Teegeräte. Am Ende sollen
die Teilnehmer zu innerer Einkehr gefunden haben und das Beisammensein
als unvergeßliche, aber auch unwiederbringliche Momente
in Erinnerung behalten. |
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