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Sumo -
Die schwergewichtigen Nationalsportler |
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Mit einem wuchtigen Tritt brach der noble Nomi
no Sukune seinem Gegner die Rippen und das Becken, der prahlerische
Taima no Kehaya brach tödlich verletzt zusammen. So grausam
wie die japanische Sage den ersten Sumo-Kampf am kaiserlichen
Hofe beschreibt, geht es schon lange nicht mehr zu. Die lange
Tradition und die shintoistischen Wurzeln spiegeln sich im Ablauf
eines Kampfes jedoch immer noch wider. Die Ringer klatschen in
die Hände und breiten die Arme aus, um die Aufmerksamkeit
der Götter auf sich zu ziehen, spülen sich den Mund
aus, um rein vor die Götter zu treten. Eine Handvoll Salz
wird in den Ring geworfen - Salz hat wie Wasser eine reinigende
Kraft. Der eigentlich Kampf ist dann blitzschnell entschieden:
In Sekunden hat sich ein Ringer einen Vorteil verschafft und
befördert seinen Gegner aus dem Ring oder schleudert ihn
zu Boden; nur wenige Kämpfe dauern länger als 30 Sekunden.
Doch nicht nur die Kämpfe zwischen den Schwergewichten -
von 100 bis 260 Kilo - sondern auch die verschiedenen Ringzeremonien
machen einen Tag in der Kokugikan zum Erlebnis: der Einmarsch
der Ringer der beiden oberen Klassen mit ihren bunten Seidenschürzen,
die Zeremonie der Yokozuna, der Großmeister und der Bogentanz
am Ende des Turniertages.
Dreimal im Jahr (Januar, Mai, September) ist Tokio Schauplatz
eines jeweils 15tägigen Sumo-Turnieres ( Kokugikan, nordöstlich
des Kaiserpalastes, am östlichen Ufer des Sumida-Flusses;
direkt neben dem Ryogoku-Bahnhof der Sobu-Linie). Die Kämpfe
beginnen gegen 10Uhr mit den unteren Klassen der Ringer. Da es
erst ab etwa 14Uhr, wenn die Ringer der oberen Klassen einziehen,
richtig interessant wird, kann man sich die Zeit bis dahin mit
einem Besuch des Sumo-Museums, das ebenfalls in der Halle untergebracht
ist, vertreiben oder sich in einem Restaurant oder Café stärken. |
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