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| Tokio-Guide |
| Praktische Hinweise |
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Adressen
Straßennamen (mit Ausnahme der großen „Avenues“)
und Hausnummern gibt es nicht. Die Adresse 3-5-1 Tomigaya,
Shibuya-ku (oder: 5-1, Tomigaya 3-chome, Shibuya-ku) z.B.
bedeutet: Im Bezirk (ku) Shibuya, im 3.Unterbezirk (chome)
des Bezirksteils Tomigaya ist es das Gebäude, das im
5.Häuserblock (banchi) als erstes errichtet wurde. Um
die Schwierigkeiten zu minimieren, nehme man die Adresse
(japanisch aufschreiben lassen) immer mit. Fragt man Passanten
nach dem Weg, ist Vorsicht geboten. U.U. wird man in die
falsche Richtung geschickt, denn die Antwort „ich weiß nicht“ gilt
als unhöflich. Ist eine Polizeistation (koban) in der
Nähe, ist der Beamte behilflich. Taxifahrer werden sich
durchfragen. Bei größeren Gebäuden oder Sehenswürdigkeiten
gibt es keine Probleme, jeder Passant kann helfen, und Taxifahrer
kennen sie ohnehin.
Deutsche Einrichtungen in Tokio
Goethe-Institut, 7-5-56 Akasaka, Minato-ku,
3584-3201.
Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasien, 7-5-56 Akasaka,
Minato-ku, 3582-7743.
Deutsche Industrie- und Handelskammer, Sanbancho KS Bldg 5F, 2 Banchi, Sanbancho,
Chiyoda-ku, 5276-9811.
Diplomatische Vertretungen
Botschaften in Tokio:
Bundesrepublik Deutschland: 4-5-10 Minami Azabu, Minato-ku, 3473-0151.
Ö sterreich: 1-1-20 Moto Azabu, Minato-ku, 3451-8281.
Schweiz: 5-9-12 Minami Azabu, Minato-ku, 3473-0121.
Einreisebestimmungen
Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen
lediglich einen gültigen Reisepaß, wenn der Aufenthalt
in Japan nur touristischen Zwecken dient und 180 Tage nicht übersteigt.
Wer länger als 90 Tage bleibt, muß sich polizeilich
melden.
Impfungen sind nicht vorgeschrieben. Kommt man jedoch aus einem Epidemiegebiet,
muß eine Impfung gegen diese Krankheit nachgewiesen werden.
Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährungen unterliegt keinerlei Beschränkungen.
Japanische Währung darf unbeschränkt eingeführt und bis zu 5Mio.Yen
ausgeführt werden. Der Rücktausch von Yen vor der Ausreise ist nicht
limitiert.
Die Zollbestimmungen erlauben die freie Einfuhr des persönlichen Reisebedarfs,
außerdem 100 Zigarren oder 400 Zigaretten oder 500g Tabak, drei ¾-l-Flaschen
Spirituosen und 50g Parfum. Geschenke dürfen den Gesamtwert von 200.000Yen
nicht übersteigen. Die Einfuhr von Büchern, Zeitschriften u.ä.,
die die öffentliche Moral gefährden, ist verboten (selbst der „Stern“ hat
schon Aufregung verursacht!).
Erdbeben
Japan ist ein erdbebengefährdetes Land. Das bisher schlimmste
Beben (1923) zerstörte einen Großteil Tokios.
Viele Beben sind zwar spürbar, sie verursachen jedoch
allerhöchstens ein leichtes Schwanken der Holzhäuser
und Wolkenkratzer. Bei einem schweren Erdbeben sollte man
folgendes beachten: Offene Feuer löschen, vorhandene
Hauptgashähne abdrehen, Türen öffnen und unter
dem Tisch oder im Türrahmen Schutz suchen. Auf keinen
Fall ins Freie stürzen! Auf Lautsprecherdurchsagen (auch
englisch) achten. Den Anweisungen des Personals (Hotel, Kaufhaus,
Bahnhof etc.) unbedingt Folge leisten. In Meeresnähe
besteht die Gefahr einer Flutwelle (tsunami); daher sollte
man sich so weit wie möglich vom Strand entfernen.
Familienbesuche
Wer einen Tag bei einer japanischen Familie
in Tokio verbringen möchte, wende sich mindestens einen
Tag im voraus an die TIC-Zentrale in Yurakucho. Das Programm
ist kostenlos, doch sollte ein kleines Gastgeschenk selbstverständlich
sein (am besten typisch deutsche Mitbringsel, wie Porzellan
bekannter Manufakturen, Messer und Scheren aus Solingen,
Schwarzwald-Püppchen etc., oder eine Flasche deutschen
Wein, den man auch in Tokios Supermärkten kaufen kann).
Wer eine getroffene Vereinbarung nicht einhalten kann, sollte
rechtzeitig absagen.
Feiertage
1.1.Neujahr (ganjitsu). – 2. Montag im Jan.: Mündigkeitstag
(seijin-no-hi). - 11.2. Staatsgründungstag (kenkoku-kinen-no-hi).
- 21.3. Frühlingsbeginn (shumbun-no-hi). - 29.4. Tag
des Grün (midori-no-hi). - 3.5. Verfassungstag (kempo-kinembi).
- 5.5. Tag des Kindes (kodomo-no-hi). – 3.Montag im
Juli:Tag des Meeres (umi-no-hi). – 3.Montag im Sept.:
Tag der Alten (keiro-no-hi). - 23.9. Herbstbeginn (shubun-no-hi).
2.Montag im Okt.: Tag des Sports (taiiku-no-hi). - 3.11.
Kulturtag (bunka-no-hi). - 23.11. Arbeits- und Erntedankfest
(kinro-kansha-no-hi). - 23.12. Geburtstag des Kaisers (tenno-tanjobi).
Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, so ist der darauffolgende Montag frei.
Neuerdings ist auch der 4. Mai, der zwischen zwei Feiertagen liegt, arbeitsfrei.
Die Japaner machen zunehmend Urlaub; so kann man davon ausgehen, daß Anfang
des Jahres (etwa 30.12.-4./5.1.), während der „goldenen Woche“ (29.4.-5.5.)
und um das buddhistische Allerseelenfest (o-bon; ca. 14.8.-16.8.) Ämter,
Büros, Geschäfte und Restaurants teilweise oder durchgehend schließen.
Fundbüro
Alle Fundsachen werden nach 3 bis 5 Tagen
der Zentrale zugeleitet: Central Lost & Found Office
of Metropolitan Police Board, 1-9-11 Koraku, Bunkyo-ku, Tokyo,
#t# 3814-4151 (U-Bahnstation Iidabashi, Tozai- oder Yurakucho-Linie;
JR-Haltestelle Iidabashi, Ostausgang, der Chuo-Linie).
Informationen
Vor der Reise nach Japan informiert die Japanische Fremdenverkehrszentrale
(Japan National Tourist Organisation, JNTO) in: (60311) Frankfurt/M.,
Kaiserstr. 11, 069/20353, www.jnto.go.jp
In Tokio:
Tourist Information Centers (TIC): TIC Tokyo, Tokyo Kotsu Kaikan 10F,2-10-1 Yurakucho,
Chiyoda-ku, 3201-3331 (Montag-Freitag 9-17 Uhr, Samstag bis 12 Uhr).
Medizinische Versorgung
Tokio hat modernste Krankenhäuser und Kliniken. Deutsch sprechen aber nur
wenige Ärzte, z.B. Dr. Peter Seetz; Tokyo Medical and Surgical Clinic, Mori
Bldg 32, 3-4-30 Shiba-Koen, Minato-ku, 3436-3028 (Sprechstunden nach Vereinbarung)
Medikamente erhält man in Drogerien. Die von Ausländern meistfrequentierte:
American Pharmacy, Hibiya Park Bldg., 1-8-1 Yurakucho, Chiyoda-ku, 3271-4034.
Medikamente, die man regelmäßig nehmen muß, sollte man in ausreichender
Menge mitnehmen.
Dringend anzuraten ist der Abschluß einer Auslandsreisekrankenversicherung
(Rücktransport sollte unbedingt eingeschlossen sein), denn im Ausland erbrachte
Leistungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen der Bundesrepublik Deutschland
nicht mehr erstattet.
Netzspannung
100 Volt. Rasierapparate, die sich auf 110
Volt umstellen lassen, funktionieren einigermaßen.
Zwischenstecker sollte man am besten von zu Hause mitbringen
Notruf
Polizei 110, Ambulanz und Feuerwehr 119 (von öffentlichen
Telefonzellen ohne Geldeinwurf). Gibt es Sprachprobleme,
bleibe man ruhig und frage nach einem englisch sprechenden
Beamten; sollte ein Japaner in der Nähe sein, kann man
ihn um Hilfe bitten. Nach einem Notruf sollte man, wenn irgend
möglich, auch seine Botschaft verständigen.
Öffnungszeiten
Behörden: Montag-Freitag 8.30/9 Uhr bis 16/17 Uhr
Großunternehmen: Montag-Freitag 9-17 Uhr, einige auch Samstag vormittags.
Kaufhäuser: An 6 Tagen in der Woche von 10-19/20 Uhr, an einem Wochentag
(häufig Mittwoch oder Donnerstag) sind sie geschlossen.
Einzelhandelsgeschäfte haben keine starren Geschäftszeiten. Die meisten öffnen
morgens zwischen 10 und 11 Uhr und schließen gegen 19 oder 20 Uhr. Viele
Lebensmittelgeschäfte und Supermärkte sind aber bis Mitternacht geöffnet.
Die sogenannten „Conbini“ (Convenience Stores) schließen nie!
Auch ein wöchentlicher Ruhetag ist keine zwingende Regel.
Restaurants: Mittagessen gibt es zwischen 11.30 und 14 Uhr, Abendessen zwischen
17 und 21/22 Uhr. Am Nachmittag haben viele geschlossen.
Museen und Gärten sind montags geschlossen. Ist der Montag ein Feiertag,
wird der wöchentliche Ruhetag auf Dienstag verlegt.
Post und Telefon
Nach Mitteleuropa kostet eine Postkarte
70Yen, ein Luftpostbrief bis 10g 110Yen (Laufzeit 4-6 Tage).
Wer
die Post nicht im Hotel abgibt, sondern unterwegs einwerfen
will, muß aufpassen: Die Briefkästen haben zwei
Schlitze; Briefe und Postkarten kommen in den linken.
Ein Paket darf höchstens 10kg wiegen und 125cm lang sein (die Postämter
verkaufen Kartons).
Postämter sind Montag-Freitag von 9-17 Uhr geöffnet.
Das Zentralpostamt Tokios (Central Post Office) liegt an der Westseite des Tokio-Bahnhofs
( Montag-Freitag von 9-19 Uhr, Samstag bis 17 Uhr; für Eilpost durchgehend).
Der Zeittakt für alle Ortsgespräche beträgt knapp 3 Minuten pro
10Yen. Vor Ablauf der bezahlten Zeit ertönt ein Piepton. Bei längeren
Gesprächen benutzt man am besten Telefonkarten oder wirft gleich mehrere
10-Yen-Münzen ein (nicht verbrauchte werden zurückgegeben; Wechselgeld
für 100-Yen-Münzen gibt es aber nicht).
Auslandsgespräche ohne Vermittlung sind von einigen grünen und silbergrauen
Apparaten aus möglich (besonders gekennzeichnet). Man wählt 001, dann
den Ländercode, dann die Ortsnetzkennzahl ohne die erste Null, dann die
Nummer des Teilnehmers. Bei diesen Apparaten zahlt man nach dem Sekundentakt.
Einige Unternehmen bieten Kennnummer-Telefonkarten zu Billigtarifen an. Werbung
findet sich in den englischsprachigen Zeitungen.
Handys zu Hause lassen. Sie funktionieren nicht.
Stadtrundfahrten
Das Angebot ist vielfältig; gebucht werden kann in allen
Hotels. Über den Wert streiten sich die Geister. Wer
sich unsicher fühlt ob der fremden Sprache und Schrift
oder nur wenig Zeit hat, dem seien die Touren empfohlen.
Doch bei den organisierten Fahrten wird einem viel entgehen:
die netten, lustigen, manchmal auch frustrierenden Erlebnisse,
die einem Tokio wirklich näherbringen. Hato-Bus, 3-2-20
Shibaura, Minato-ku, #t# 3455-8101 (Reservierung auch in
allen großen Hotels)
Toiletten
Die Zahl der westlichen Toiletten hat in
letzter Zeit zugenommen. Verläßt man die von Ausländern
frequentierten Pfade, muß man jedoch in die Hocke gehen.
Um überraschende Begegnungen zu vermeiden, klopft man
besser zuvor an; mit dem Verriegeln der Örtchentür
nimmt man es in Japan nicht so genau. Von Nutzen sein können
Papiertaschentücher, denn ein Handtuch am Waschbecken
gibt es selten.
Eine weitere Eigenart des japanischen Toilettenwesens: In kleinen Restaurants
oder Cafés gibt es den „kleinen Unterschied“ nicht - eine
reine Platzfrage. Damen sollten in diesem Fall mit unbewegter Miene an den anwesenden
Herren vorbeigehen.
Trinkgeld
Normalerweise gibt man kein Trinkgeld. Zum
einen findet man meistens auf seiner Rechnung (in Hotels
bei über 5000Yen pro Person und Übernachtung, in
Restaurants bei einer Zeche über 2500Yen) einen 10-15%igen
Serviceaufschlag, zum anderen haben die Japaner eine andere
Einstellung zur Dienstleistung.
In jüngster Zeit ist die Unsitte des Trinkgeldes jedoch in den besseren
Hotels Tokios, in denen viele Ausländer verkehren, auf dem Vormarsch. Bei
den Preisen dieser Häuser eher unverständlich, da man gerade dort einen
exzellenten Service erwarten darf.
Visitenkarten
Für Geschäftsleute sind sie unerläßlich, für Touristen
hilfreich. Alle größeren Hotels drucken Visitenkarten oder sind bei
der Vermittlung behilflich.
Währung und Zahlungsmittel
Landeswährung ist der Yen. Im Umlauf sind Scheine zu 1000, 5000 und 10000Yen,
Münzen zu 1, 5, 10, 50, 100 und 500Yen.
Da der Yen in Japan etwas teurer gehandelt wird als im Ausland, sollte man einen
Teil des Reisegeldes mitbringen.
Bargeld und Reiseschecks in Euro und Schweizer Franken werden von Hotels und
Banken (aber nicht von allen Filialen der Stadtbanken) akzeptiert, Euroschecks
sollte man zu Hause lassen!
Kreditkarten (Visa, American Express, Diners, Master) sind nur bedingt einsetzbar:
Hotels, Kaufhäuser und „bessere“ Restaurants akzeptieren sie,
ansonsten nahezu Fehlanzeige. Deshalb sollte man immer ausreichend Yen bei sich
haben.
Zeit
MEZ + 8 Stunden. Während der mitteleuropäischen Sommerzeit + 7 Stunden.
Zeitungen
Es erscheinen vier englischsprachige Tageszeitungen: „Japan Times“, „Daily
Yomiuri“ und „Herald Tribune/Asahi Evening News“. In den meisten
Hotels gehört die allmorgendliche Zeitung zum Service. Einige kostenlose
Stadtzeitungen geben Auskunft darüber, was in Tokio wann und wo los ist.
Sie liegen in vielen Hotels und Cafes aus.
Zollbestimmungen
Einreise: siehe Einreisebestimmungen.
Ausreise: Die üblichen Souvenirs bereiten keine Schwierigkeiten. Wer Ungewöhnliches
oder Waren in größeren Mengen ausführen möchte, kann das
Zoll-Informationsbüro anrufen (33472-7181/2); die Beamten sprechen englisch.
Wiedereinreise in Europa: Zollfrei sind Waren bis zum Gesamtwert von 175 Euro. |
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